Fahrradroute im Rad der mutigen Catharina
Harderwijk, Nijkerk
Auf dieser Route radelst du zwischen zwei Orten, die beide eine besondere Verbindung zu Sint Catharina von Alexandrië haben. Catharina, eine der meistverehrten Heiligen des Mittelalters, war bekannt für ihre Weisheit, ihren Mut und ihren unerschütterlichen Glauben. Der Überlieferung nach trotzte sie Kaiser Maxentius, besiegte Philosophen in Debatten, zerbrach das Rad, auf dem sie gefoltert werden sollte, und wurde schließlich enthauptet. Kein Wunder also, dass sie über Jahrhunderte als Vorbild für Standhaftigkeit verehrt wurde, mit Kirchen, Kapellen und Klöstern, die ihren Namen tragen, verteilt über ganz Europa.
Obwohl Catharinas Lebensgeschichte grausam endete, gilt das für diese Fahrradtour ganz und gar nicht. Im Gegenteil: die Strecke zwischen Harderwijk und Nijkerk, zwei Orten mit jeweils ihrer eigenen Catharinakerk oder Kapelle, ist eine Route voller Abwechslung, überraschender Sehenswürdigkeiten und entspannter Kilometer.
In Harderwijk erinnert die mittelalterliche Catharinakapel an das ehemalige Kloster, das einst Teil des religiösen Lebens der Stadt war. In der Zeit der Hanse, als Harderwijk eine bedeutende Handelsstadt mit einem lebhaften Hafen war, spielte das Kloster eine zentrale Rolle. Die Lage an der Zuiderzee machte Harderwijk jahrhundertelang zu einem blühenden Zentrum für Fischerei und Handel. Mit der Trockenlegung der Zuiderzee verlor die Stadt ihren direkten Zugang zum Meer und damit ihre Hafenfunktion. Trotzdem entwickelte sich Harderwijk weiter. Heute ist die Stadt nicht nur geschäftig, sondern auch ein beliebtes Ziel für Touristen, mit ihrer alten Innenstadt, gemütlichen Terrassen und der Nähe zu Wasser und Wald.
Nijkerk verdankt seinen Namen der ‘Nije Kerk’ (Neue Kirche), die im selben Jahr gebaut wurde, in dem das Städtchen auch seine Stadtrechte erhielt. Diese Kirche, die Sint Catharina geweiht ist, entwickelte sich zum Herzen von Nijkerk. Die heutige Sint Catharinakerk steht noch immer mitten im Zentrum, mit ihrem weißen Turm als Wahrzeichen über der Stadtsilhouette. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Amersfoort–Zwolle im Jahr 1863 wurde Nijkerk für Unternehmer attraktiv und entwickelte sich zu einer Stadt mit Gewerbe und Industrie. Gleichzeitig blieb das Umland auffallend kleinteilig und landwirtschaftlich geprägt. Da hier nie eine Flurbereinigung stattfand, sieht man rund um Nijkerk noch immer eine klassische Heckenlandschaft mit Wallhecken, Feldern auf höheren Sandböden, Bauernhöfen auf höher gelegenen Flächen und Wiesen in den feuchteren Bereichen.
Bild: Sint Catharina von Alexandrië von Caravaggio 1598 Public Domain.
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