Das Landgut Seldensate war früher ein beliebter Sommersitz für wohlhabende Bürger aus ’s-Hertogenbosch, die der Stadt in den warmen Monaten entfliehen wollten. Der Name stammt von „seldene zathe“, was so viel wie „besonderes Landgut“ oder „außergewöhnliches Anwesen“ bedeutet. Um 1300 stand hier der sogenannte Gewatse Hof in der Nähe einer Furt durch den Fluss Aa. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde daraus ein Spielhaus, das später zu einem von Gräben umgebenen Schlösschen ausgebaut wurde, mit Brauerei, Taubenturm, Kapelle und Parkanlagen.
Nach seiner Blütezeit verfiel das Anwesen langsam. Gründe waren unter anderem Vernachlässigung, Umzüge, Probleme mit dem Grundwasser durch Eingriffe in die Aa und Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Hauptgebäude wurde 1961 abgerissen. Erhalten blieben die Fundamente, ein Torhaus mit Taubenturm und Teile der Brauerei.
1973 übernahm die Gemeinde das verwilderte Gelände. Seitdem wurden Torhaus und Taubenturm restauriert, der Wassergraben teilweise wiederhergestellt und das Gelände für Spaziergänger zugänglich gemacht.
Ruine Schloss Seldensate
Laan van Seldensate
5258 VD
Berlicum
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